Vertrag mit schutzwirkung für dritte fall

Vertrag mit schutzwirkung für dritte fall

6. Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang eine Entscheidung des BGH aus dem Jahr 1985, in der ein Grund für die Erweiterung der Abschlusshaftpflicht das Bestehen einer Pflichthaftpflichtversicherung nach Art. 54 der Wirtschaftsprüferordnung (WPO) war. (Siehe BGH WM 1985, 450, Nr. 6 und 8). Relevant kann auch sein, dass die Rechnungsprüfer nach dem WPO die Allgemeinen Provisionsbedingungen für Wirtschaftsprüfer in Anspruch nehmen dürfen, die ihre Haftung einschränken oder (unter bestimmten Umständen) ausschließen. Statuten wie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von 1977 (das deutsche Äquivalent zum (britischen) Gesetz über missbräuchliche Vertragsklauseln desselben Jahres) können ebenfalls dazu beitragen, den Haftungsumfang zu definieren und damit de facto Rechtsstreitigkeiten anhand der Höhe des Versicherungsschutzes zu begrenzen. (Siehe: BGH NJW 1987, 1758, 1760.) Wenn Dritte berechtigt sind, Wirtschaftsprüfer zu verklagen, die nun jedoch den ungewissen Auswirkungen der Entscheidung in der sache 23 unterliegen, können sie von allen Abwehrmaßnahmen bekämpft werden, die den Abschlussprüfern aufgrund ihrer Verträge mit der Kommissionierungsgesellschaft zur Verfügung stehen könnten. Der vertragliche Charakter dieser Maßnahme macht diesen Punkt deutlich, während es problematischer wäre, wenn die Maßnahme unerlaubter wäre. 7. Nachlässige Aussagen Dritter haben sich in den USA als ebenso problematisch erwiesen wie in anderen Systemen, und wenn überhaupt, ist die Rechtsprechung hier sowohl in ihrem Umfang enorm als auch nicht miteinander in Einklang zu bringen. Die Gründe für die Schwierigkeiten, die diesem Thema innewohnen, sind vielfältig. Erstens ist die Überzeugung nicht immer sachlich richtig, dass Worte mehr reisen als Handlungen und kann so das Spektrum der wirklich unbestimmten Haftung in Bezug auf Zeit und Person erhöhen.

Zweitens, die Tatsache, dass der geprüfte Kunde ein gutes Maß an Kontrolle über die Aufzeichnungen behält, auf die sich der Abschlussprüfer stützt. Drittens, und das steht nicht ganz im Zusammenhang mit dem vorherigen Punkt, ist die Tatsache, dass die Prüfer selten in der Lage sein werden, annähernd so genau wie nötig das Ausmaß ihrer potenziellen Haftung abzuschätzen. Diese Informationsasymmetrie wurde in den USA stärker untersucht als in England durch die akademische Literatur. (Siehe z. B. Siliciano, Negligent Accounting and the Limits of Instrumental Tort Reform, 86 Michigan L.Rev. 1929 (1988). Schließlich haben einige Gerichte in den USA auch argumentiert, dass es in den meisten Fällen dem Kläger/Kreditgeber offen steht, sich als Kunde des Abschlussprüfers zu veranlassen, wenn er sich wirklich auf seinen Bericht verlassen möchte.

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